huber.huber, Eisbär'n müssen nie weinen, 2022

huber.huber, Eisbär'n müssen nie weinen, 2022 © Fabian Stamm | kunstkasten, 2022

huber.huber, Eisbär'n müssen nie weinen, 2022 © Fabian Stamm | kunstkasten, 2022

huber.huber, Eisbär'n müssen nie weinen, 2022 © Fabian Stamm | kunstkasten, 2022

huber.huber, Eisbär'n müssen nie weinen, 2022 © Fabian Stamm | kunstkasten, 2022

26. Mai 2022 — 29. Juli 2022

huber.huber

Eisbär'n müssen nie weinen

Die Werke von Markus und Reto Huber untersuchen das Verhältnis zwischen Kultur und Natur und richten einen fragenden Blick auf die Evolutions-, Wissenschafts-, Kunst- und Kulturgeschichte.
Das Kollektiv selbst beschreibt die Ironie als einen wesentlichen Bestandteil ihrer Werke – denn diese sollen nicht schwermütig, sondern leicht und verspielt sein.
Für die Ausstellung im kunstkasten realisierte das Künstlerduo einen grossen Eiszapfen aus Glas, der in einem durchsichtigen Kubus aus Plexiglas hängt. Die Präsentation erinnert an ein Präparat, das in einem naturhistorischen Museum für Demonstrations- und Forschungszwecke aufbereitet worden ist. Beim genaueren Betrachten der Arbeit im kunstkasten sieht man aber, dass im Eiszapfen, anders als in den «eingefrorenen» Präparaten, Bewegung steckt, er stetig tropft. Früher haben Forscher im Eis die Vergangenheit entdeckt und gelesen. Heute denken wir beim Schmelzen von Eis an die Zukunft, an unsere und die unserer Nachfahren. Wir fragen uns, was geschehen wird, wenn das «ewige Eis» durch die Erderwärmung weggeschmolzen wird? Die Klimaerwärmung und ihre Folgen wurden insbesondere vor Covid19 äusserst stark diskutiert. Seit dem Ausbruch der Pandemie scheinen sie in den Hintergrund gerückt zu sein. huber.huber möchte dem entgegenwirken und durch ihre Arbeit «Eisbär’n müssen nie weinen» die Aufmerksamkeit erneut auf den Diskurs lenken. Im Gegensatz zu einem richtigen Eiszapfen bleibt der Eiszapfen des Künstlerduos immer gleich gross – «Er verlängert sozusagen die Gegenwart und damit auch die Hoffnung.»

huber.huber (*1975, leben und arbeiten in Zürich, Zusammenarbeit seit 2006) sind die Zwillingsbrüder Markus und Reto Huber. Sie absolvierten von 2002-2006 ihre Ausbildung an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Zürich. Seit ihrem Abschluss arbeiten sie zusammen unter dem Namen huber.huber. Weitere Infos: http://www.huberhuber.ch


Kuratiert von Katharina Kofler


 

Mit freundlicher Unterstützung von